Nahrungsergänzungen # 2: Hochdosis vs. Überdosis

Eure Nahrungsmittel sollen Eure Heilmittel sein!
~ Hippokrates

Die Artikel der Serie "Nahrungseränzungen pro & contra"

  1. #1: pro & contra
  2. # 2: Hochdosis vs. Überdosis am Beispiel von Vitamin C & Vitamin D
  3. # 3: Verdauung, Darm, Entgiftung & Detox
  4. # 4: Vitamine
  5. # 5: Aminosäuren
  6. # 6: Mineralstoffe & Spurenelemente, Ultra-Spurenelemente am Beispiel von Bor(ax)

Hochdosis versus Überdosis

Die Warnung vor Überdosierungen kommt fast in jedem Mainstream-Artikel über Nahrungsergänzungen vor, was bei begeisterten Anwendern von Hochdosis-Kuren ein genervtes Augenrollen entlockt:

auch hier wird davon ausgegangen, dass  grundsätzlich alle Anwender die empfohlenen Einnahmemengen überschreiten. In der Regel sind diese Anwender allerdings ausgezeichnet informiert und haben als “Agenda” ihre eigene Gesundheit.

Tatsächlich sind die in Europa empfohlenen Mengen sind oft viel zu niedrig dosiert. Bestes Beispiel dafür ist

Vitamin C

Empfehlungen der DGE und FDA versus erfolgreiche Studien und Anwendungen

Die von der DGE, der deutschen Gesellschaft für Ernährung, empfohlene Einnahmemenge von Vitamin C (ist gerade mal die Menge, die notwendig ist, um nicht an der Vitamin C – Mangel – Erkrankung Skorbut zu erkranken: 105 mg.

Spannenderweise ist die Empfehlung der FDA (der amerikanischen Food & Drug Administration) sogar noch nieriger: sie wurde gerade von 60 auf 90 mg korrigiert. (Ich kann es nicht mehr nachweisen, aber ich bin überzeugt, dass es vor 10 Jahren, als ich in den USA war noch 1.000 mg waren. Ich hatte mich nämlich damals mit Hochdosis-Nahrungsergänzungen in Amerika eingedeckt.)

Biogemüse vom Jaklhof

Bereits mit einer gesunden Ernährung, die reich an frischem, saisonalen und regionalen Obst und Gemüse ist, kommt man schon auf ca. 500 mg Vitamin C. Laut DGE kann man sich also bereits mit einer gesunden Ernährung eine Überdosis Vitamin C intus… 🤔😉

Täglicher Normal-Bedarf und Bedarf bei Belastungen

Nobelpreisträger Linus Pauling, Begründer der orthomolekularen Medizin (Nährtoff-Medizin), empfahl bereits 1966 mindestens 1.000 mg (1 g) Vitamin C, täglich einzunehmen. Er selbst nahm täglich 18 Gramm (!). Er starb im Alter von 93 an Prostatakrebs, was von vielen als “Gegenbeweis” gegen die Wirkung von Vitaminen genutzt wurde. Er selbst sagte dazu vor seinem Tod: “Sollte ich mein Ziel 100 Jahre alt zu werden, nicht erreichen, so liegt das nicht an der mangelnden Wirkung der Vitamine, sondern daran, dass ich erst vor 27 Jahren begonnen habe welche zu nehmen.”

In physisch oder psychisch belastenden Zeiten, besonders bei Krankheiten, steigt der Bedarf jedoch rapide an:

so wurden bereits im Frühjahr 2020 Coronapatienten in Wuhan und Shanghai erfolgreich mit Hochdosis-Vitamin C-Infusionen von täglich 10.000 – 20.000 mg behandelt. Sämtliche Patienten – auch schwerste Fälle – wurden innerhalb von nur sieben Tagen wieder gesund!

Ich berichtete bereits im Mai 2020 in meinem Artikel Einmal von Lebensfreude zum Mut zur Wut und zurück über diese Covid-Behandlungs-Erfolge mit Hochdosis-Vitamin-C von Dr. Richard Cheng.

In seinen Büchern Superheilmittel VItamin C und Vitamin C Heilung des Unheilbaren hat Dr. Thomas Levy über 1.200 Studien als Nachweis für die Wirksamkeit von VItamin C zusammen getragen und greift den Erfolg der intravenösen Hochdosistherapie in Wuhan auf.

Die persönliche Darmtoleranz-Grenze

In dem sehr aufschlussreichen Artikel “Warum ein kranker Körper so viel Vitamin C braucht – Das dritte Gesicht von Vitamin C” von Robert F. Cathcart, M.D., der bereits 1993 in der Zeitschrift für orthomolekulare Medizin erschien, ist die Rede von der persönlichen Darmtoleranz-Grenze. Diese kann bei verschiedenen Menschen sehr unterschiedlich sein und beträgt zwischen 1 und 20 Gramm pro Tag.

Spannenderweise hat Cathcart herausgefunden, dass die Darmtoleranzgrenze – also die persönliche Grenz-Menge an Vitamin C, die man nehmen muss, um Durchfall zu bekommen – mit steigender Krankheitsanfälligkeit ebenfalls ansteigt! Ja, richtig gelesen! Also einfach ausgedrückt: je kränker man ist, desto mehr Vitamin C verträgt man (in der Regel).  So hat er bei seinen Patienten mit Pfeifferschem Drüsenfieber eine Darmtoleranzgrenze von sagenhaften 200 Gramm pro 24 h festgestellt.

Länger (besser) leben mit Vitamin C?

Professor James E. Enstrom und sein Forscherteam an der Universität von Kalifornien, Los Angeles, wies bereits 1992 in einer Langzeit-Studie mit 10.000 Personen nach, dass eine tägliche Supplementierung von 800 mg Vitamin C zu einer um sechs Jahre erhöhten Lebenserwartung im Vergleich zu Menschen, die lediglich 60 mg Vitamin C täglich zu sich nehmen, führt.

Kann man an einer Vitamin C Vergiftung sterben?

Ja! Genauso, wie man an einer Wasser-oder Salzvergiftung sterben kann. 😉 Allerdings kann man die Mengen, die man einnehmen müsste, um daran zu sterben, unmöglich einnehmen:

als letale (tödliche) Dosis wurde im Tierversuch (laut der Deutschen Gesellschaft für Orthomolekulare Medizin) eine Einmalgabe von über 11.000 mg/kg Körpergewicht festgestellt. Ein Mensch mit 70 kg Körpergewicht müsste also ganze 800 Gramm (ja, Gramm, nicht Milligramm!) reine Ascorbinsäure, also Vitamin C einnehmen.

(Sorry, aber für Versuche dieser Art hab ich kein Verständnis. Wozu muss man das wissen? Wer kann 800 Gramm Vitamin C Pulver einnehmen? Wie das den armen Tieren eingeflösst wurde, möchte ich gar nicht wissen!)

Das zweite Beispiel bei dem ständig vor einer Überdosierung gewarnt wird, ist…

Vitamin D

Auch mit dem Sonnenvitamin D ist die überwiegende Mehrheit (70-90 %) der Bevölkerung chronisch unterversorgt. Nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung soll es nur etwa ein Drittel der Bevölkerung sein.

Umfragen in unserem persönlichen Umfeld haben ergeben, dass ausnahmslos jeder, der entweder den Test gemacht hat und/oder eigenveranwortlich aufgefüllt hat, eindeutig Vitamin D Mangel hatte. Die meisten – selbst ich – eine ausgesprochene Sonnenanbeterin und sommers wie winters auch in den Mittagsstunden draussen – hatten sogar einen ausgeprägten Vitamin D Mangel.

Woran merkt man, dass man Vitamin D Mangel hat?

Eines der markantesten Anzeichen für uns persönlich war die lähmende Müdigkeit, ein starker Leistungsabfall, die gedämpfte, teilweise sogar depressive Stimmung in der dunklen Jahreszeit, aber auch Muskel-/Hautzuckungen, schlechter Schlaf, Probleme die in der Regel eher als Kreislaufprobleme bewertet werden, wie Schwindel oder plötzlicher Kopfschmerz beim Aufstehen oder bei körperlicher Anstrengung und viele mehr.

Wenn Du jetzt sofort deine eigenen Symptome checken und anschließend deinen Vitamin D Wert ziemlich präzise ohne Test bestimmen möchtest, empfehle ich Dir VitaminDService.de von Dr. von Helden, dem deutschen Vitamin D Experten, als beste und ausführlichste Webseite:

Fazit, Nahrungsergänzungen: Hochdosis, Überdosis & Ultra-Spurenelemente

Bei diesen Thema wird wieder mal deutlich:

die Dosis entscheidet darüber, ob etwas zur Gesundheit beiträgt oder sie ruinieren kann.

Von den Diskrepanzen zwischen den Empfehlungen der DGE und denen der Orthomolekularmedizin haben viele Menschen schon mal was gehört oder zumindest ein “Gefühl” dazu gehabt, das da was nicht passt.

Hast du en Vitamin D Test gemacht und wie ist es um Deinen Vitamin D Spiegel bestellt? Hast Du schon mal Vitamin D massiv aufgefüllt und wie wir einen himmelweiten Unterschied in Deiner Energie feststellen können?

Dann schreib´s in die Kommentare! Wir freuen uns drauf!

Im nächsten Artikel erfährst Du, warum es Sinn macht, erst mal zu entgiften, bevor man Vitalstoffe auffüllt, welche Methoden wir ausprobiert haben und warum und welche Produkte wir dazu nutzen!

Bis bald!

Kristin & Christian

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