7 Praxistipps für Deinen Start Nia zu tanzen

... und warum es nie zu spät ist, damit anzufangen!

Immer wieder kommt es vor, dass mich neue Teilnehmerinnen ansprechen und fragen, „Wie lange dauert es, bis man sich so bewegen kann?“ oder „Du hast bestimmt schon immer was mit Tanz gemacht, oder?“ oder „Wann hast du angefangen zu tanzen?“

Naja, das kann ich nicht so ganz genau beantworten….

Mein „Coming Out“ als Tanzende (Tänzerin klingt so nach „professionell“ oder „Ballett“ und das war das Letzte, was ich wollte!) hatte ich 1984, mit dreizehn. Ich war auf Sommerfreizeit im Zeltlager vom Schützenverein, jawoll… ich war im Schützenverein. ????

Aber eigentlich nur, weil ich unbedingt in den Sommerferien mit in dieses Zeltlager wollte. ???? Mit dreizehn war ich eine von den „kleinen“…

Zweimal in der Woche gab es einen Disco-Abend. Und dort wurden die Songs gespielt, die ich immer aus dem Radio aufgenommen hatte… Es war soooo cool dunkel mit Discokugel, laute Musik und ich kannte alle Songs auswendig. Es gab eine riesige Tanzfläche… und niemand tanzte. Alle sassen langweilig an den Tischen rum und zuzzelten an ihrer Cola. Und dann kam mein Song. „Self Control“ von Laura Brannigan und meine „Self Control“ war dahin.

Von wegen „Dance, like nobodys watching“, mein Motto war:

Ich konnte einfach nicht mehr auf meinem Hintern sitzen bleiben. Ich sprang auf die leere Tanzfläche und begann zu tanzen. Ich, das schüchterndste Mädchen aus der letzten Reihe. Die, die sich immer hinter einem Vorhang aus Haaren versteckt hat… die sich immer davor gefürchtet hat, dass jemand sie anspricht.

Das erste mal, ohne Hemmungen vor Hunderten anderen Jugendlichen, und es war mir nicht egal, dass sie zugeschaut haben, nein, es hat mich eher noch aufgeputscht. Mir endlos Energie gegeben… schon beim ersten Mal.

© Andreas Friedl Photography

Ich war allerdings nicht lange allein auf der Tanzfläche. Nachdem ich den Anfang gemacht hatte, haben sich auch die anderen getraut und es wurde voll.

Offensichtlich habe ich bereits mit dreizehn den Auftrag vom Universum bekommen „Leute auf die Tanzfläche zu bringen“ …

Aufgegangen ist mir dieses Licht gerade jetzt… in dem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe (mit 45)!

Das war der Start meiner Discozeit.

Da ich total in der Pampa wohnte (die nächste große Stadt Bremen war ca. 35 km entfernt) war an Stadtdiscos erst zu denken als ich Führerschein und Auto hatte. So blieben „Bauerndiscos“ und Zeltfeten in den umliegenden Dörfern, die wir jedes Wochenende mit dem Fahrrad abklapperten.

Wirklich tanzen gelernt habe ich nie!

Ehrlich!

Schritte und Choreographien waren ein Graus für mich!

Ich habe mehrere Versuche gestartet, Standard -Tanzkurse mit meinen Freunden mit gemacht, die regelmäßig im Desaster geendet haben. Ich war einfach zu ungeduldig für die Bewegungslegastheniker, die ich mir damals als Ex-Freunde ausgesucht hatte. Und mich von jemandem führen lassen, der sich nicht bewegen kann und die einfachsten Schritte nicht geregelt bekommt, ging ja gaaaaar nicht. ????

Das Schlimmste, was ich jemals ausprobiert habe, war Tango Argentino. – Begeistert von der Bremer Tango Szene und angesteckt von meinen besten Freundinnen, die damals total auf dem Tango-Trip waren, wollte ich das auch lernen. Die waren soooo unglaublich sexy! Wahnsinn!

Nach einem Drei-Tages-Tangokurs habe ich geschworen, dass dies der letzte Tanzkurs meines Lebens sein würde:

ich würde mich nie wieder von einem Tanzlehrer beschimpfen lassen, ich sei ja ständig nur am Rumzappeln (da war es wieder das Wort aus der Schule!), von Haltung sei keine Rede und von einer anmutigen Tänzerin sei ich weit entfernt.

Hinzu kam, dass es einfach zu wenige Männer gab, die meinen „tanzenden Ansprüchen“ gerecht werden konnten (und wollten ????).

An so etwas wie einen Traum „Tanzlehrerin“ oder gar „Sängerin“ zu werden, hätte ich noch nicht mal zu träumen gewagt. Ich habe natürlich einen „anständigen“ Job gelernt und bin im Büro gelandet, wie so viele, die keine Träume haben, oder ihren Traum verloren oder begraben haben.

Mein Glück, dass das Universum mich mit steigender Intensität an meinen Auftrag erinnert hat, den ich mit 13 bekommen habe: Leute auf die Tanzfläche zu bringen!

Die Geschichte, wie ich zu Nia gekommen bin und wie ich wieder in meinen Körper zurück zur Freude an der Bewegung gekommen bin, kannst Du in diesen beiden Artikeln nachlesen: Kristin… und Nia und In den Körper kommen… 

Besser als Sex... und besseren Sex

... sowas kannst Du mehrmals die Woche haben...

(…und eventuell damit auch noch Geld verdienen!!)

Thank´s to my great colleague Randee Fox for capturing this emotional masterpiece at Nia Headquarters/ Portland!

Wie auch Du jetzt, egal wie alt Du bist, Deinen Traum vom Tanzen neu entdecken und erfüllen kannst!

Über die Jahre habe ich soooo viele Frauen und einige Männer kennen gelernt, die mir mit wehmütigen Blick erzählen, sie würden ja soooo gerne tanzen, aaaaber….

  • … ich habe keinen passenden Partner
  • … ich habe kein Gefühl für Musik
  • … ich bin nicht fit genug
  • … ich bin zu dick
  • … ich bin zu alt
  • … ich habe Probleme mit den Knien, den Bandscheiben, den Hüftgelenken
  • … bei mir in der Nähe gibt es keinen Nia Lehrer

Und ich kann nur sagen, wenn Du wirklich tanzen möchtest, ist keiner dieser Gründe ein Hindernis:

Für Nia brauchst Du keinen Partner.

Mit Nia bekommst Du Gefühl für Musik

(und sooo viel mehr). Ich habe Nia Teacher kennen gelernt, die NULL Rhythmusgefühl hatten. Die immer den Beat verpasst haben. Die falsch mitgesungen haben. Und die mit einer solchen Begeisterung dabei waren, dass sie mehr Menschen auf die Tanzfläche gebracht haben, als diejenigen die technisch perfekt waren. Jahre später ist keine Spur mehr von „neben dem Beat“ – großartige Teacher, die punktgenau anleiten und völlig mit der Musik verschmelzen!

Mit Nia wirst Du fit.

Und zwar viel schneller, als mit den meisten anderen Programmen. Warum? Weil die Freude dabei ist. Weil Du immer mehr davon möchtest und nicht mehr ohne kannst… Und Du wirst feststellen, dass Fitness für dich eine völlig andere Bedeutung bekommt.

Mit Nia nimmst Du ab.

Weil Du nicht mehr gegen Deinen Körper kämpfst, sondern lernst seine Botschaften wahr zu nehmen, zu interpretieren und zu wert-schätzen. So kann er „Schutzschichten“ ganz leicht ablegen.

In dem eingebunden Video siehst Du im rechten Drittel  ca. in der 3-4  Reihe einen sehr dicken und seeehr, sehr lieben amerikanischen Freund von mir: der mit einem roten T-Shirt mit Bandana auf dem Kopf. Er hatte, als ich ihn kennen gelernt habe, etwa 180 kg, und musste nachts mit Atemgerät schlafen, da seine Körpermasse so sehr auf seine Lungen gedrückt hat, dass er keine Luft bekommen hat. Er hat tatsächlich mit dem Gewicht seinen Whitebelt gemacht, ist mittlerweile begeisterter Veganer und hat im ersten Jahr 60 kg abgenommen!! Unterstützt hat ihn meiner wunderbaren Freundin und Teacher Kollegin Debbie Priest, mit der er mittlerweile verheiratet ist.

Mit Nia wirst Du wieder jung.

Im ernst! Meine älteste Teilnehmerin ist 76. In Portland gibt es eine Nia Teacherin, die mittlerweile 84 Jahre alt ist und nach wie vor mehrere Nia Stunden die Woche unterrichtet!! Nia ist spielerisch. Nia gibt Dir in jeder Stunde immer wieder die Gelegenheit das Kind in Dir wieder auszuleben, albern zu sein, spielerisch zu sein, lädt Dich ein verrückte Dinge zu tun. Das bringt Dir wieder frische Energie und Schwung und läßt Dich wieder strahlen. Dein Körper wird wieder knackig, beweglich und anmutig, Deine Haut wird strahlend rosig und Du versprühst Power und Energie. Deine Umgebung wird Dich darauf ansprechen, wie toll und glücklich Du aussiehst!

Mit Nia lernst Du Dich so zu bewegen, wie es Deinem Körper und Deinen Gelenken gut tut.

Wenn Du Dich auf The body´s way bewegst, kann die Energie wieder frei fliessen, der Körper kann wieder seine Selbstheilungskräfte aktivieren. Ich habe viele Teilnehmerinnen, die mit diesen Problemen in meine Kurse gekommen sind und mittlerweile wieder schmerzfrei sind.

Nia kannst Du (notfalls) auch zu Hause in Deinem Wohnzimmer tanzen.

Hier auf der Seite des Nia Headquarters in Portland kannst Du

Und dann gibt es noch Nia Retreats und Bewegungsreisen an wunderschöne Orte. Mit mir kannst Du zum Beispiel im Mai und im September nach Kroatien ans Meer fahren, im August in die Toskana und im November in ein tolles Wellnesshotel ins Südburgenland.

Und wer weiß, vielleicht packt es Dich genauso wie mich… und Du machst den Whitebelt bei meiner Ausbilderin der Top Trainerin Ann Christiansen, bringst Nia zu Dir nach hause und erschaffst Dir mal eben Deinen tanzenden Traum-Job… ????????????

Heute möchte ich Dir 7 Praxistipps für deinen Start Nia zu tanzen mitgeben:

Mit Nia wirst Du fit, während Du barfuß tanzt „als ob keiner zuschaut“!

Nein, Du musst keine „Rampensau“ sein um Spaß an Nia zu haben.

Die meisten meiner Teilnehmerinnen fühlen sich bei Nia gerade deswegen richtig wohl, weil sie sich bei Nia eben nicht beobachtet fühlen und nicht kritisiert oder korrigiert werden.

Wenn Du zum ersten mal eine Nia Stunde besuchst, kann es sein, dass Du um Dich herum eine sehr passionierte Community von Bewegungsmenschen wahr nimmst.

Hier sind sieben Tipps, die Dir helfen Dein Einstiegs-Erlebnis als Nia Tänzer freudvoll zu maximieren:

1. Entspanne Dich. Atme. Wilkommen zu Deiner Praxis.

Hab´Spaß daran, etwas Neues zu entdecken. Beginne mit kleineren Bewegungen und erlaube Deinem Körper sich auf Nia-Art zu bewegen. Lass´Dich durch Deine Atmung unterstützen. Wenn Du Dich an die Schritte gewöhnt hast und Du Dich bereit fühlst, beginne Deinen Bewegungsradius und die Bewegungsintensität zu vergrößern.

2. Sei im Moment.

Auf Suaheli bedeutet Nia Bewegung mit Intention. Widme jeden Moment dazu, Dich mit der Energie, der Freude und der Intention in Deinem Körper zu bewegen und ganz und gar im HIER und JETZT anzukommen. Minimiere Deinen inneren Kritiker, Richter oder Saboteur und maximiere Dein Gespür für Abenteuer.

3. Lausche in Dich hinein. Höre immer auf Deinen Körper.

Erlaube Nia Dich von innen heraus, hin zu genussvollen, körper-basierten Empfindungen zu bewegen. Wenn sich eine Bewegung für Dich nicht gut anfühlt, dann verändere sie und passe sie entsprechend an – mache kleinere oder langsamere Bewegungen, oder weniger Schritte. Bewege Dich immer weg vom Schmerz, hin zu Genuss und nutze Bewegung als Medizin.

4. Beginne von unten – mit Deinen Füßen.

Konzentriere Dich zunächst auf den Rhythmus und die Bewegungen der Füße und Beine. Erst wenn Dir diese Schritte leicht fallen, beginne die langsam die Bewegungen für den Oberkörper, die Arm und Handbewegungen hinzuzufügen. Achte darauf, Deine Füße unter den Hüften zu behalten und Deine Gelenke elastisch, wie Sprungfedern zu behalten, um es Deinen Knien leicht zu machen. Mit der Zeit wirst Du die Sprache von Nia und die Sprache Deines Körpers immer besser verstehen und immer mehr Spass daran haben mit diesen Dynamiken zu spielen.

5. Tanze barfuß.

26 Knochen (das ist etwa ein Viertel aller Knochen des gesamten Körpers!!!), 33 Gelenke (!!) zwischen 20- 60 Fusmuskeln (je nachdem, wie man zählt, über hundert Bänder pro Fuss, 7000 Nervenendigungen unter jeder Fußsohle… allein diese Zahlen sollten deutlich machen, wie wichtig Deine Füße für Dein Leben sind.  Wenn Du Dich barfuß bewegst, trainierst Du Kraft, Stabilität und Flexibilität Deiner Füße und verbesserst Neurofeedback und Balance Deines ganzen Körpers. – Falls es medizinischen Gründe notwendig machen oder Du Dich damit besser fühlst, trage Schuhe mit dünnen, flexiblen Sohlen.

6. Suche nach Dynamischer Leichtigkeit.

Erzwinge niemals eine bestimmte Bewegung. Vermeide Atemlosigkeit oder Erschöpfung. Bewege Dich (mit gutem Gewissen!) in Deiner Komfortzone. Bewege Dich engerieeffizient!!

7. Drücke Dich selbst aus! Das ist DEIN Tanz.

Drücke Dich in Deinen Bewegungen mit Deinem einzigartigen Rhythmus und Deiner Körpersprache aus. Sei jazzig, saftig, üppig, gefühlvoll, zackig-schwungvoll oder sinnlich… und vor allem: hab´ Spaß!!

Thank´s to my amazing collegue Laurie Bass from Portland/Oregon, who inspired me to write this article with her article 7 Tips for beginning with Nia.

Bist Du inspiriert zu starten?

Lass´ uns wissen, ob, wann und wo Du beginnst Nia zu tanzen oder begonnen hast erzähle uns welche Erfahrungen Du machst oder gemacht hast!

Hast Du weitere Tipps für „absolute Beginners“, die noch nicht in meiner Liste sind?

Dann fühl´ Dich eingeladen, sie zu erweitern!

Ich freue mich auf dein Feedback unten in den Kommentaren!

Vielen Dank und alles Liebe,

Deine Kristin

3 Kommentare

  1. Alex
    26. Februar 2017

    Super Beitrag meine Liebe!!! Vielen Dank! Ich habe durch NIA meine Weiblichkeit entdeckt????
    NIA lässt sich kaum beschreiben, Du musst es TUN! Diese Art sich zu bewegen bietet unendlich viele Möglichkeiten, genau wie unser Körper. Von daher ist es ein perfektes Training. Finde ich. Und ich hab als Sportwissenschaftlerin und Ex-Leistungssportlerin schon wirklich viel ausprobiert. Also, bis bald hoffentlich mal wieder gemeinsam auf der Tanzfläche!!!????

  2. Ria Schatzschneider
    26. Februar 2017

    Dieser Artikel ist großartig. Er spricht alles an, was ich bisher mit und durch Nia erlebt habe. Nia hat mein Leben verändert. Ich kann inzwischen „alle Sprachen“ der Welt sprechen. Dies lernte ich bei den Belt-Ausbildungen mit Ann Christiansen. Eine Persönlichkeitentwicklung, die mich global werden ließ.

    1. 26. Februar 2017

      Danke liebe Ria!!!
      Ja, Body Talk funktioniert in allen Sprachen der Welt!! ❤️

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