Wintersonnenwende & Rauhnächte für Body-Nerds: # 2

Hier findest Du die Einleitung und den Hintergrund zu dieser Artikelserie Wintersonnenwende & Rauhnächte für Body-Nerds.

Das eigentliche Körper-Ritual findest Du in dem zweiten Artikel dieser Serie Wintersonnenwende & Rauhnächte für Body-Nerds #2.

Die Aspekte und Leitfragen, die Du bei Deiner Körperreise an den einzelnen Tagen berücksichtigen kannst, findest Du im dritten Teil der Serie.

Die Artikel der Serie "Wintersonnenwende & Rauhnächte für Body-Nerds"

Wer inne hält, erhält jede Form von Halt!
~ Laotse

Komm’ mit auf meine Erspürnis-Reise, mein Körper-Ritual für die Rauhnächte

Die meisten Rauhnächte-Rituale, die ich gefunden habe, sind vorwiegend esoterisch oder spirituell. Ich persönlich vermisse dabei den körperlichen Aspekt, der mir als Tänzerin, Yoga-Lehrerin und Body-Worker so immens wichtig ist.

Der Körper zeigt uns auf vielfältige Art, wo der “Hase im Pfeffer liegt”, oder, wie eines meiner Lieblings-Zitate es beschreibt:

“The mind is like the wind and the body is like the sand.
If you want to know, how the wind ist blowing,
you can look at the sand!”
~B.B. Cohen

Meine Idee ist es, den Körper als Diagnose-Tool und Kompass zu nutzen: sowohl für die Rückschau, als auch für die Vision… zur Heilung von Körper, Geist, Emotionen und Spirit.

Ich freue mich, wenn Du mich dabei begleitest und mir Deine persönlichen Erfahrungen dazu unten in die Kommentare schreibst!

Den Körper als Landkarte nutzen!

Zwei Konzepte, die sich wunderbar ergänzen...

... 1. Die 13 Gelenke

Wie bereits in Wintersonnenwende und Rauhnächte für Body-Nerds #1 angekündigt, möchte ich ein bodenständiges Ritual kreieren, das einerseits das Nia Konzept der 13 Gelenke als Guideline nutzt.

Mit den 13 Gelenken sind die 13 großen Gelenke des Körpers gemeint:

zwei Fußgelenke, zwei Knie, zwei Hüftgelenke, die Wirbelsäule, die als ein großes Gelenk zusammen gefasst wird, die Schultern, die Ellenbogen und die Handgelenke.

In der 13 Gelenke-Übung werden diese Gelenke einzeln nacheinander “im Kreis” wie in der nebenstehend abgebildet – angefangen beim linken Fussgelenk, linkes Knie usw. bewusst und achtsam durchmobilisiert.

Dabei achten wir darauf,  bei jedem Gelenk, den gesamten Bewegungsradius, der uns aktuell zur Verfügung steht, zu nutzen. Wir öffnen und schließen Gelenke ganz! Wir kreisen, schwingen, schütteln, hüpfen, tippen, stampfen, beugen, rotieren, flexen, dehnen…

Wir nehmen wahr, wo wir in unserem Bewegungsradius eingeschränkt sind. Wir achten darauf, ob uns z.B. eine bestimmte Bewegungsrichtung Schmerzen verursacht. Wir vergleichen die Gelenke auf der rechten und linken Körperseite. Wir vergleichen auch, wie beweglich die einzelnen Segmente der Wirbelsäule (Steißbein, Kreuzbein, Lendenwirbelsäule, Brustwirbelsäule, Halswirbelsäule) sind oder ob wir Blockaden oder „Enge“ spüren.

In diesem Video zeige ich Dir, wie wir die 13 Gelenke-Übung als Tanz ausüben. Du kannst dafür natürlich auch andere Musikstücke verwenden. Es sollten allerdings keine “Sing-along-Gassenhauer” oder Powerstücke sein, die Dich vom spüren abhalten.

Wir achten darauf, die Wirbelsäule auf jede Art zu bewegen, für die sie “designed” ist: auf und abrollen, seitlich und rückwärts (!!!) beugen, drehen, schlängeln, rotieren…

Wichtig dabei:

Wir respektieren unsere Körpersignale und lernen zu unterscheiden, was „Wohlweh“ ist und was echte „Schmerzen“ sind, die Dir sagen „Stop!“.

Für unser Körper-Ritual für die Rauhnächte: Nur ein Gelenk, bzw. Körperbereich pro Rauhnacht

Für unser Rauhnächte-Ritual möchte ich diese per se bereits einfache Übung noch weiter hinunterbrechen.

Ich möchte pro Rauhnacht den Fokus auf nur ein Gelenk sowie den umgebenden, dazugehörigen Körperbereich lenken. So bleibt die Übung einerseits superkurz und wir können uns andererseits 100%ig auf einen Körperbereich konzentrieren, ohne dass sich verschiedene Empfindungen vermischen.

... 2. Yin und Yang

Um neben dieser körperlichen Leitline auch noch ein emotional-spirituelles Konzept damit zu verknüpfen, möchte ich Yin, als weiblich-mütterliche und Yang als männlich-väterliche Seite zusätzlich nutzen, um entsprechende Anhaltspunkte zu erhalten.

Wir schauen also auch den mütterlichen/väterlichen Aspekt mit an, bzw. bekommen dadurch Hinweise auf  Aspekte, die in unserem Leben nicht in Balance sind:

Typische Yin-Qualitäten (der weiblichen Seite) sind z.B. Erdung, Gehalten-Sein, Geborgenheit, inneres Genährt-Sein, Annehmen, Hingabe, fliessende Bewegungsabläufe…

Typische Yang-Qualitäten (der männlichen Seite) sind z.B. Aktivität, (Leistungs-) Sport, Klarheit, lineare, “harte”, startende und stoppende Bewegungsabläufe…

Das tägliche Körper-Ritual für die Rauhnächte

Du kannst Dein tägliches Rauhnächte-Ritual auf zwei Arten ausführen:

wenn Du geübt und ein Bewegungsmensch bist, entweder als Tanz, wie im oben gezeigten Video oder aber in der yogischen Shavasana-Positionalso in Rückenlage auf der Matte oder gleich im Bett, z.B. abends vor dem einschlafen.

Beginne mit einigen tiefen Atemzügen:

  • einen, um die Gedanken an die Vergangenheit loszulassen,
  • einen, um die Gedanken an die Zukunft loszulassen und
  • einen, um im hier und jetzt anzukommen.

Anschließend beginne damit, Dich auf das Körperteil des Tages zu fokussieren, indem Du

  • dieses Körperteil mobilisierst,
  • Bewegungs-Grenzen dieses Körperteils auscheckst,
  • dorthin atmest,
  • dorthin spürst,
  • eventuelle Schmerzen oder Blockaden registrierst und
  • es fragst, ob es Dir etwas mitteilen möchte.

Nach dieser einleitenden Übung kommt die eigentliche Übung!

Teil 1:

  • Ziehe Deine Rück-“Schlüsse” aus dem, was die Körperregion oder das Körperteil, Dir mitteilen möchte.

Bedenke dabei:

  • Die linke Körperseite bezieht sich auf die weiblich-mütterlichen Aspekte, die rechte Körperseite bezieht sich auf die männlich-väterlichen Aspekte.
  • Schluss kommt von “schließen”!
    Frage Dich also: was möchtest Du hier  – was möchtest Du hier “abschließen” oder hinter dir lassen?
  • Frage das Körperteil auch: “was brauchst Du, um dieses Thema loszulassen?
    Dann gib ihm, was es dazu braucht!

Teil 2:

  • Welche Zukunfts-Vision ergibt sich daraus?
  • Was möchtest du statt dessen in Dein Leben, Deinen Körper einladen?
  • Was genau wäre ein aktiver Ausdruck dessen, bzw. woran würdest Du erkennen, dass es da ist?
  • Welches Ritual oder welche Handlung möchtest Du zur Etablierung dieser Vision in Dein Leben holen?

Beende Deine Übung indem Du Deinen Fokus zurück auf den ganzen Körper bringst und schließe die Übung bewußt mit einigen tiefen Atemzügen.

Anschließend schreibe Deine Erkenntnisse z.B. in einem schöne gestalteten Rauhnächte-Tagebuch auf, um später im kommenden Jahr darin blättern und Dich wieder erinnern zu können.

Photo by Aaron Burden on Unsplash

Die Aspekte & Leitfragen zu den einzelnen Körperbereichen, die Du Dir in den einzelnen Rauhnächten anschauen kannst, findest Du der Übersichtlichkeit halber, ab sofort in dem dritten Teil dieser Serie Wintersonnenwene & Rauhnächte für Body-Nerds #3.

Und nun wünsche ich Dir erkenntnisreiche Erspürnisse und innere und äußere Stille! 😉

Ich freue mich auf Deine Kommentare!

😘 Deine Kristin

Photo by Mira Kemppainen on Unsplash

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