Tanzen reduziert Alzheimer Risiko um 75 %

...tue jeden Tag etwas Neues!
Etwas, das Du noch nie zuvor versucht hast!

Je mehr es Dein Nervensystem durcheinanderbringt- je weniger Du klar kommst- desto besser!

Die Medizinische Fakultät der amerikanischen Elite-Universität Stanford hat jetzt in einer Langzeitstudie (21 Jahre!) herausgefunden, dass TANZEN (und nur TANZEN!!!) das Risiko an Demenz oder Alzheimer zu erkranken um bis zu 76 % senkt!!

Interessanterweise war eines der Studienergebnisse, dass keine der im Alter sehr beliebten physischen Aktivitäten, wie Rad fahren, schwimmen oder Golf spielen, die natürlich großartig für das Herz- Kreislaufsystem sind, auch eine Schutzfunktion gegen der Zerfall der Hirnsubstanz bietet!

Folgende Aktivitäten reduzieren das Risiko an Demenz oder Alzheimer zu erkranken um folgende Prozentsätze:

Lesen – 35%

Fahrrad fahren und Schwimmen – 0%

Kreuzworträtsel lösen – 47%

Golf spielen – 0%

Regelmäßig tanzen – 76%.

Unser Gehirn ereuert sich bedarfsorientiert

„Der celebrale Cortex und Hippocampus, die Hirnregionen, die maßgeblich an diesen Prozessen beteiligt sind, sind erstaunlich anpassungsfährig und bilden basierend auf ihrer Nutzung ständig neue Verknüpfungen aus.“, sagt  Dr. Joseph Coyle, Psychologe an der Harvard Medical School.

Dr. Katzman, einer der Studienmitarbeiter erklärt, die Studienergebnisse damit, dass diese Menschen einfach eine größere kognitive Reserve und damit eine höhere Komplexität der neuronalen Synapsen haben.

Bildung und Teilnahme an vielen verschiedenen Freizeitaktivitäten reduziert das Risiko!

  • Unser Gehirn erneuert sich bedarfsorientiert!!!
  • Wird es nicht genutzt, erneuert sich nichts!!!
  • Use it or loose it! – Nutze es oder verliere es!

So schaut´s aus!

Nicht nur bei den Muskeln, auch im Kopf!

Altern und Gedächtnis

Wenn Gehirnzellen und Synapsen altern, vergessen wir zu aller erst die Namen, z.B. von Menschen, denn in der Regel gibt es nur einen neuronalen Pfad, der zu dieser gespeicherten Information führt.

Wenn nun dieser einzige Pfad zu diesem Namen verloren geht, haben wir keinen Zugang mehr dazu. Entweder lernen wir immer mehr Synonyme, die diesen „Straßenzug“ beschreiben, oder eben nicht und dämmern mehr und mehr vor uns hin.

Der Schlüssel ist die Komplexizität unserer neuronalen Netzwerke. Je mehr, desto besser!

Tue so viele verschiedene Dinge, wie möglich, um neue Wege in Deinem Gehirn zu knüpfen!

Meine TeilnehmerInnen kennen den Spruch schon:

Das Gegenteil wäre, weiterhin die alten, gut bekannten ausgetretenen Pfade immer wieder zu gehen, sowohl im Denken, als auch in der Art und Weise unser Leben zu leben!

Je mehr Steine im Fluss liegen, auf der Du diesen überqueren kannst, desto leichter wird es auf die andere Seite zu kommen!

Warum gerade tanzen??? - Gilt das für alle Arten von Tanz?

…das haben sich die Studienleiter als erstes gefragt!

Das war der Schwachpunkt dieser Studie. Zu diesem Punkt konnten sie keine Ergebnisse vorweisen.

Glücklicherweise liefen parallel andere Langzeitstudien, die uns nun gemeinsam ein größeres Bild liefern!

Zum Beispiel Intelligent Dancing! Ebenfalls eine Stanford Studie!

Die Essenz von Intelligenz ist es Entscheidungen zu treffen!

(sagt die Studie).

es geht darum Entscheidungen in Bruchteilen von Sekunden zu treffen.

Das ist das Gegenteil davon routinierte Wege zu gehen oder wieder und wieder dieselbe Bewegung zu machen… (…ich sage nur laufen… Fahrrad fahren…Kraftmaschinen- gäääääähn!)

Eine Möglichkeit ist etwas Neues zu lernen. Nicht nur tanzen, sondern irgend etwas NEUES! – Lerne eine Sprache, fange an zu Malen, oder lerne Inline skaten… Es geht nicht darum, ob Du es jemals brauchen wirst.

Fang´an und fordere Dein Gehirnschmalz heraus!

Je schwieriger und sogar je frustrierender desto besser!!! Umso mehr neue Trampelpfade werden in Deinem Gehirn ausgetreten!

Dann geh´ in eine Tanzstunde.

Tanzen integriert gleich mehrere Gehirnfunktionen gleichzeitig, was wiederum das Netzwerk vergrößert. Tanzen bezieht gleichzeitig kinästhetische, rationale, musische, soziale und emotionale Prozesse!

Das ist unschlagbar!

Welche Art von Tanz verhindert Alzheimer?

Zurück zur Studie:

Fahrrad fahren, schwimmen und Golf spielen redziert das Risiko an Demenz zu erkranken um 0 %!

Ging es nicht darum schnelle Entscheidungen zu treffen?

Wieso nicht Golf spielen? Jaaaa, am Anfang einer Golf Karriere muss man noch viele schnele Entscheidungen treffen, aber sobald man es kann…

Deswegen tanze auf alle möglichen Arten bei denen Du möglichst viele Entscheidungen in Sekundenbruchteilen treffen musst. Das ist der Schlüssel zu echter Intelligenz.

Ist es egal welche Art Tanz?

Nein, es gibt Tanzformen, die immer dieselben routinierten, einstudierten Pfade nehmen. Diese gehören nicht dazu. Es geht darum nicht zu wissen, was als nächstes kommt.

(Deswegen ändere ich so gern die Choreografie sobald Ihr die eine Bewegung könnt- hihi!).

Soziale Tanzformen- Ballroom- Paartanz, freier Tanz... versus Showtanz

Eine Studie des Albert Einstein College of Medicine hat bereits Anfang der 80er Jahre Senioren untersucht, die damals bereits 75 Jahre und älter waren. Diese Menschen haben teilweise ihr ganzes Leben lang getanzt. Angefangen in den „roaring twenties“, dann Swing, Rock´n Roll, Foxtrott, Walzer, vielleicht ein bißchen Latein…

Wenn man sich diese Tanzformen anschaut, sieht das ganze auf den ersten Blick ziemlich leicht aus- frei geführt und leicht zu folgen. Doch es erfordert einige an Sekundenbruchteil-Entscheidungen für beide: Sowohl für den führenden als auch für den folgenden Partner.

Nur um das noch einmal klar zu stellen:

Alle Tanzformen reduzieren Stress, sind gut für das Herz-Kreislauf-System, für den sozialen Zusammenhalt etc.

Aber wenn es darum geht das Gehirn jung zu halten sind einige besser, als andere.

Je mehr Entscheidungen, desto besser!

Das beste Beispiel dafür, wie sehr man profitiert, wenn man sein Leben lang tanzt, zeigen im folgenden Video „Paddy Jones“ im Alter von 80 Jahren, die hier mit ihrem 40 jährigen Tanzlehrer und Partner Nicolás „Nico“ Espinosa bei „Britan´s got Talent 2014“ einen heißen Salsa aufs Parkett legen und dabei einen Esprit versprühen, den man heute leider nur noch selten sieht:

Aber schau ´ selbst!

Wer profitiert mehr, Mann oder Frau?

Auch beim Führen und Geführt-werden, müssen viele schnelle Entscheidungen getroffen werden.

Frauen „folgen“ nicht, sie interpretieren die Signale ihrer Partner, was Intelligenz, Achtsamkeit, Einfühlungsvermögen und „Entscheidungen treffen“ erfordert.

Es ist eine aktive, keine passive Rolle!

Dieser Vorteil wird noch gesteigert, je öfter man die Tanzpartner wechselt.

Sie muss sich immer wieder neu anpassen und sich auf neue Variationen gefasst machen.

Auch Männer können dieses Ausmaß an „Entscheidungen-treffen“ erreichen, wenn sie sich dafür entscheiden! Achte darauf, was gut für sie funktioniert und was nicht und passe Dich laufend diesen Beobachtungen an. Schiebe sie nicht jedes Mal auf derselben Route über das Parkett. Fordere Dich selbst heraus, indem Du neue Dinge ausprobierst. Mache öfter neue Entscheidungen.

Intelligenz: use it or loose it!

Und, Männer, der große Nebeneffekt ist, dass Eure Partnerinnen mehr Spaß haben, wenn Ihr Euch auf Ihre Art zu tanzen achtet und Euch laufend an ihre Art anpasst.

Und Nia???

Nia ist ein ständiger Wechsel von Choreografie und Freiheit, von yin und yang, von Interaktion und Einkehr!

Bei Nia treffen wir laufend Blitz-Entscheidungen, lernen jede Stunde etwas Neues, werden von unserer Lehrerin freundlich angestupst „unsere Synapsen schnapsen“ zu lassen!

Tanze oft!

Zu guter Letzt:

denk´ dran, diese Studie hat noch eine weitere Aussage: tanze oft!

Senioren, die Kreuzworträtsel an 4 Tagen die Woche lösten, hatten ein messbar niedrigeres Risiko als die die es nur einmal taten. Wenn Du nicht 4 Mal die Woche ausgehen kannst um zu tanzen, oder um Tanzstunden zu nehmen, dann tanze zu hause so oft DU kannst.

Je mehr desto besser!

Und fange jetzt damit an! Es ist essenziell jetzt damit anzufangen! Irgendwann wirst Du möglichst viele von diesen „stepping stones“- den Steinen über den Fluss, brauchen.

Warte nicht- baue Dir jetzt Deine Brücke bevor es zu spät ist die Steine zu platzieren.

Frei übersetzt und ergänzt von Kristin Gasser, Quelle:

„Dancing makes you smarter“

July 30, 2010

Copyright © 2010 Richard Powers

Link zur Stanford-Studie

Let´s get smarter! CU on the dance floor!

Deine Kristin

 

P.S. Ich freue mich auf Deine Kommentare, Anmerkungen, Fragen … oder den Besuch auf einem meiner Retreats oder eines Kurses! 😉

5 Kommentare

  1. Zamyat M. Klein
    16. Oktober 2016

    Ach, der Film ist wirklich großartig! Und das Thema sowieso. Erinnert mich an mein #MuMut- Mut-Muskel-Training, wo wir ja auch jeden Tag etwas gemacht haben, was wir noch nie gemacht haben, eine Gewohnheit durchbrochen, etwas Neues ausprobiert. Als Kreativitäts-Turbo. Dass das auch gut gegen Alzheimer und Demenz ist – umso besser!
    Gerade komme ich von meiner großen Runde ( 1 1/2 Stunden), die ich hier im Moment jeden Abend in der Türkei gehe, zusätzlich zu meinem morgendlichen Yoga.

    Auch hier merke ich mal wieder, dass regelmäßiges Training auf jeden Fall fitter macht und ich plötzlich wieder Übungen machen kann, die ich nicht mehr konnte.

    Ich habe fest vor, das tägliche Walken zu Hause beizubehalten, das sonntägliche wandern sowieso, Yoga ist seit Jahren schon fest installiert.

    Tanzen tu ich sehr gerne, aber seit Jahren gab es kaum Gelegenheit. Das ist eine gute Anregung, es auch einfach alleine zu Hause zu machen. Da kann man sich auch bestimmt gut abreagieren :-).

    Liebe Grüße
    Zamyat

    1. 26. Juli 2017

      Liebe Zamyat,
      ich habe erst jetzt Deinen Kommentar gesehen. – Ja, das Mu-Mu-Mut-Muskel-Training ist sicher genial, solche Übungen kenne ich auch aus meiner Coachingausbildung!

      Das tolle ist, wenn man mal regelmäßig etwas gemacht hat, erinnert sich der Körper viel schneller wieder, als wenn man ganz neu anfängt. Daran merkt man ganz liecht selbst, dass diese „Datenautobahnen“ im Gehirn (noch) existieren!

      Und dass das mit dem auswärts Tanzen nicht mehr klappt:
      wurscht! Einfach zuhause Lieblingsmusik aufdrehen und los-shaken.

      Ganz liebe Grüße,

      Kristin

  2. Gerhard
    31. Dezember 2015

    Liebe Kristin,
    ich tanze zuhause, fast jeden Abend ca. eine halbe Stunde nach Disco-Musik und habe dabei das Gefühl getanzt zu werden. Kommt dabei der „etwas Neues-Effekt“ zu kurz? Oder reduziert das auch das Risiko an Demenz zu erkranken. Ich bin zwar erst 77, aber hin und wieder mach ich mir schon Gedanken …

    Alles Liebe
    Gerhard

    1. 31. Dezember 2015

      Lieber Gerhard,

      😉
      Klasse, dann kann ja nix mehr schief gehen und wenn Du das Gefühl hast „getanzt zu werden“ (das kenne ich auch sehr gut), dann hört sich das nach „was Neuem“ an. Ich kann natürlich nicht wirklich was dazu sagen, ohne Dich tanzen gesehen zu haben. 😉 Und dies ist ja auch „nur“ meine freie Übersetzung der Stanford-Studie und meine Ergänzung dazu.

      Aber wenn Du was Neues ausprobieren willst:

      Leider hat Disco-Musik oft einen sehr vordergründigen Beat, der viele Menschen zu einem Einheitsschritt „step-links-step-rechts“ veranlassen und wo ausser den Beinen nicht viel in Bewegung kommt.

      Du kannst mal die Melodie, mal ein bestimmtes Instrument, einen bestimmten Sound, mal die Vocals oder mal den Chor raus hören und den Beat vernachlässigen. Allein mit der Melodie statt mit dem Beat zu tanzen ist für viele eine riesige Herausforderung und ein Aha-Erlebnis.

      Ich würde mich freuen, wieder von Dir zu hören!
      Alles Liebe und guten Rutsch,

      Kristin

  3. Gerfried
    16. September 2015

    War mir neu

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