Stressabbau & Burn Out Prävention

“The human body is the universe in miniature. That which cannot be found in the body is not to be found in the universe. Hence, the philosophers formula, that the universe within reflects the universe without. It follows therefore, that if our knowledge of our own body could be perfect, we would know the universe”.
∼Mahatma Gandhi

Nein, hier geht es nicht um ein Zeitmanagement- Seminar in dem Du lernst, wie Du Deine Zeit „besser“ nutzen oder einteilen kannst. Ebensowenig geht es darum zu herauszufinden, auf welcher Stufe in der Burn Out Skala Du Dich bereits befindst.

Es geht um die Hintergründe, um Methoden negativen Stress abzubauen und sich davor zu schützen, sein Sklave zu werden!

Was ist Stress?

In meinen Kursen habe ich immer wieder TeilnehmerInnen verschiedenster Berufsgruppen, von Hausfrauen, über Lehrerinnen, Verkaufsleute etc. die kommen, um in meinen Stunden Stress, die Vorstufe von Burn Out, abzubauen.

Ich habe auch zwei echte Burn Out Fälle.

In der Abteilung meines Partners, in der Automobilindustrie sind in den letzten paar Monaten allein 10 % (!) der Mitarbeiter durch Burn Out ausgefallen.

Dieser Prozentsatz war so alarmierend, dass die GKK eine Untersuchung angeordnet hat. – Die echten Untersuchungsergebnisse wurden nie veröffentlicht. Statt dessen wurden, die „echten Burn Out Fälle“ mit anderen Abteilungen „gegengerechnet“ , so dass der Statistik wieder im grünen Bereich lag.

Glücklicherweise gibt es aber auch viele Mitarbeiter, die von sich aus die Notbremse ziehen und kündigen statt sich verheizen zu lassen.

Methoden für den Auftrieb, den "Wind unter den Flügeln"

1. Halt suchen - Halt finden

Diesen „Wind unter den Flügeln“ bekommen wir im Idealfall reichlich in Form von Liebe und „Unterstützung“ – HALT- von Menschen, die uns Lieben, die wollen, dass wir uns weiterentwickeln und sich darüber freuen!

Dieser HALT lässt uns neue Risiken eingehen, neue Ängst überwinden und so wird dieser „Muskel“ mit der Zeit stärker.

Photo by Danila Amodeo Photography

Fehlt es an Halt (emotionaler und praktischer Unterstützung) von Freunden, Famlie oder von Chef und Kollegen, wird das Unbekannte zum „Säbelzahntiger“ und die Ur- Angst- die Überlebensangst, kommt ans Tageslicht. Das ist dann der Fall, wenn man „vor Angst gelähmt“, „um sein Leben rennt (arbeitet)“, „um etwas kämpfen“ muss, etc.Ob Stress oder Angst, beide sind im Prinzip nichts Schlimmes, sie sichern unser Überleben! Sie helfen uns zu wachsen und stark zu werden.

Wo man Halt finden kann, wenn nicht bei Freunden, Familie oder Kollegen?

…einfach weiterlesen!

2. Fight, flight, freeze- Kämpfen, fliehen, tot stellen

Photo by Danila Amodeo Photography

Das sind die drei Überlebensprogramme auf die der älteste Teil unseres Gehirns, das sogenannte Reptiliengehirn, bzw. Stammhirn umschaltet, sobald wir in Situationen kommen, die diese Angst triggern.

Da hat der Verstand, der seinen Sitz in anderen Hirnarealen hat, nichts mehr zu melden. Das Reptilienhrin reduziert das emotionale Erleben auf Aggressivität, Angst und Lethargie, so dass selbst schöne Erlebnisse durch diesen „Graufilter“ gesehen werden.

Eine Menge physiologischer + biochemischer Vorgänge spielen sich innerhalb von Sekunden ab: der prickelnde Adrenalinstoß, Herzrasen, schnellere Atmung, „hektische rote Flecken“, „keinen klaren Gedanken fassen können“ sind einige davon.

Solange das ab und zu passiert, wir „überleben“ und vor dem nächsten Angriff ausreichend erholen können, gibt uns das sogar den Kick!

Einziges Gegenmittel um den „Drogencocktail“ wieder abzubauen:

Fight, flight, freeze = kämpfen, fliehen, tot stellen.

Und zwar die ursprüngliche, physische Variante!

Heutzutage „kämpfen“ wir aber nicht mehr mit Fäusten und Krallen. Ebensowenig laufen wir um unser Leben oder können uns einfach tot stellen, wenn wir vor allen Kollegen und vor unserem Chef vom Kunden bloß gestellt werden.

Wunderbar sind alle möglichen physischen Betätigungen, z.B. Holz hacken (kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen!), natürlich Sport, allen voran Sportarten, die diese drei Reflexe fight, flight und freeze bedienen. Das heißt, laufen ist zwar besser als gar nichts, aber was noch fehlt ist das explosive Loslassen, das im Kampf liegt und auch das „herunter fahren“ der Systeme beim „tot stellen“.

Ja, es gibt ein Bewegungsprogramm, bei der man alle drei in nur einer Stunde und in jeder Stunde bekommt…und gleichzeitig lernt, wie man in der konkreten Situation gelassen bleibt.

…mehr dazu später!

3. Lachen ist die beste Medizin

Was Oma natürlich schon immer wusste, ist heute wissenschaftlich in zahlreichen Studien nachgewiesen.

Stress fördert zahllose Krankheiten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und Diabetes, Depressionen und eine hohe Anfälligkeit für Infektionen, die auf geschwächte Abwehrkräfte zurückzuführen sind. Das weiß inzwischen jedes Kind.

Photo by Danila Amodeo Photography

Lachen stärkt die Immunabwehr

Beim Lachen wird die Ausschüttung gesundheitsfördender Hormone, wie Beta- Endorphine, angekurbelt. Diese Hormone wirken unter anderem Depressionen entgegen. Allein das Anschauen eines lustigen Videos, ließ die Werte von Probanden um bis zu 87 % ansteigen!

Die wunderbare Geschichte des Journalisten und Friedensaktivisten Norman Cousins, beweist das auf bewegende Weise: erbesiegte seine lebensgefährliche Krankheit und verlängerte sein Leben um 26 Jahre (als von den Ärzten prognostiziert) indem er sich mit lustigen Büchern und Filmen einer Lachkur unterzog.

Lachen baut Stresshormone ab

Gleichzeitig sanken die Werte der Stresshormone Cortisol um 38 % und Dopamin um 39 %, der Wert des Adrenalins sogar um 70 %!

Die Werte in den Kontrollgruppen, die nichts zu lachen hatten, veränderten sich nicht!

Wo´s was zu lachen gibt???

…sag´ich später! 😉

4. Stressverlauf und Erholung

Hans Selye, „Vater der Stressforschung“ hat bereits in den 1930er Jahren die Auswirkungen von Stress erforscht.

Demnach gibt es drei Phasen unserer Leistungsfähigkeit.

Den Leistungsabfall, der durch die Alarmreaktion des Körpers auf (Dauer) Stress erfolgt. Der Körper reagiert mit der Ausschüttung von Stresshormonen, was erst mal zu einem Anstieg (!) der Leistungsfähigkeit- oft über das normale Niveau hinaus- führt. Dieses Niveau wird für eine lange Zeit gehalten. Der Organismus läuft auf Hochtouren. Dieses Phänomen haben wohl viele schon einmal erlebt.

Dauert diese (Dauer) Stressphase aber zu lange an, ohne das eine ausreichende Erholungsphase anschließt, kommt es zu einem Stadium der Erschöpfung, der sich aufschaukeln kann.

Im Falle einer Erholung kehrt sich der Verlauf der Kurve um. Die Erholungsphase steigt langsam und kontinuierlich zu einer Phase hoher Leistungsfähigkeit an, die aber trügerisch ist. Die Energie ist scheinbar wieder da und das alte Verhalten ebenfalls. Da sich der Körper aber einerseits eben noch nicht vollständig erholt hatte, konnte er auch keine Reserven aufbauen. Andererseits läuft der Körper bereits wieder auf 120 %, befindet sich in der Kompensation, hat das Maximum seiner Leistungsfähigkeit erreicht.

Der nächste Abfall kommt schneller, dauert länger und die Rückkehr führt nicht mehr auf dasselbe Niveau. So entwickelt sich, wenn so weitergemacht wird, eine kontinuierliche Abwärtskurve.

Eine vollständige Erholung schließt den kurzzeitigen Leistungsabfall unter Linie des normalen Widerstandsniveaus mit ein!

Das normale und gesunde Leistungsniveau liegt in der Regel weit unter dem der Kompensation (Sättigung), den 120 %.

Menschen sind unglaublich widerstandsfähig und der Verstand ist unglaublich stark darin, Signale des Körpers einfach zu ignorieren oder zu bagatellisieren.

Bis sich die gesundheitlichen Folgen nicht mehr verleugnen lassen oder die Keule gleich in Form eines Herzinfarktes, Schlaganfall, Krebs oder Burn out zuschlägt.Lass´ es nicht so weit kommen, es ist so einfach und so schön: 

HALT finden, gleichzeitig
„kämpfen, fliehen, sich tot stellen!“, gleichzeitig
lachen und Erholung finden…

alles was Du dafür brauchst ist eine Stunde Nia

 und zwar nach Möglichkeit

TÄGLICH!!!

Was Du sonst tägllich tun kannst, wenn Du keinen Nia Lehrer in Deiner Nähe hast, erfährst Du in meinem Blog Artikel Körperbewusstsein, Nia und Lebensfreude gegen Burn Out, den ich anlässlich unseres Auftrittes bei der Psychotherapiemesse zum Thema „Burn Out- Wenn die Seele brennt“ geschrieben habe.

BIst Du TeilnehmerIn und hast Deine eigenen Erfahrungen mit Nia und Burn Out oder Stress gemacht?

Hast Du Tipps, Anmerkungen, Fragen, Ideen? Dann schreibt’s in die Kommentare!

Ich freue mich auf Kontakt mit Dir!

Deine Kristin

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