Porree-Pizza

Ein köstlicher Wintergenuss

Ob es nun darum geht die kulinarischen Errungenschaften und Köstlichkeiten Österreichs in meiner alten Heimat Bremen einzuführen, allen voran natürlich das Kernöl (Kürbiskernöl… siehe auch meine Blog-Artikel Kürbiszeit!! und Kürbiszeit, die zweite) oder eben, wie in diesem Artikel darum norddeutsche Kuriosiäten wie Labskaus in Österreich anzubringen:

als Nordlicht im Süden Österreichs ist meine Mission als kulinarischen Botschafterin „zwischen den Welten“ eine meiner liebsten Aufgaben!

Die „Kraut-und-Rüben-Zeit“ ist seit gut zwei Monaten wieder voll im Gange und wer sich wie ich bemüht, regional und saisonal einzukaufen und zu kochen, dem gehen vielleicht langsam die Ideen aus!

Ein häufig vergessenes grünes Wintergemüse, das laut Selbstversorger-Guru Wolf-Dieter Storl sogar im Winter bis zur Ernte im Garten stehen bleiben kann, ist der Porree oder Lauch! Viele kennen ihn heutzutage nur als einen Anteil zum Suppengrün. Das ist seeeehr schade, denn Porree ist mega-lecker als Lauchgemüse oder auch mal als Porree-Pizza!!

Hier also wieder mal ein Rezept aus meinem selbstgeschreibenen Teenie-Kochbuch!

Hier also wieder ein üppiges Essen für gemütliche Winterabende mit Freunden und Familie! Besonders beliebt auch bei Kindern und Jugendlichen… zumindest bei denen, die ich kenne! 😉

Die Schatzkiste – ihr erinnert Euch – ist mein „Kochbuch“ in dem ich Mama´s und Oma´s Küchenschätze aufgeschrieben habe… Rezepte für Gerichte die heute keiner mehr kocht, weil… ach lassen wir das!

Dieses Rezept ist in Anlehnung an den nordhessischen Speckkuchen bei Mama in der Küche entstanden, als wir einen Porree-Überschuss im Garten hatten und wurde sofort zu einem unserer liebsten Pizza-Rezepte!

Porree - Ein grünes Wintergemüse

Ich finde es ja immer besonders toll, wenn ich im Rahmen der Recherchen für meine Blog-Beiträge hier auf coole „Zufälle“ stoße. So auch hier zum Thema Porree!

Porree enthält nämlich zufällig alles, was mir fehlt…

So enthält Porree z.B. Vitamin C, Folsäure und Vitamin K. Vitamin K ist für die gerade jetzt im Winter so wichtige Vitamin D Aufnahme unerlässlich. Ausserdem enthält Porree die wichtigen Mineralstoffe Kalium, Calcium und Magnesium sowie die Spurenelemente Eisen und Mangan.

Typisch für alle Zwiebelgewächse enthält es verschiedene Schwefelverbindungen, die sehr förderlich für eine gesunde Darmflora sind.

Photo by Lucy May on Unsplash

Nun endlich zum Rezept!

The making of... Porree-Pizza!

Auch dieses Rezept, lässt sich in der vegetarischen Variante zubereiten.  Chris 18 jähriger Sohn, der Vegetarier ist, liebt sie so.

Wir mögen sie lieber mit Speck… die Original-Version vom Mama ist mit Kochschinken… Ich mache einfach immer ein halbes Backblech für die Vegetarier und ein halbes Blech für die Fleischesser!

Als erstes bereitet man den Porree-Belag vor, da der etwas Zeit in der Pfanne braucht:

Für die vegetarische Variante:

  • 5-7 ganze Porree-Stangen (manchmal gibts die abgepackten weißen Stückchen: die sind zu wenig! Wir wollen auch die grünen Blätter oben!!) putzen, waschen, trocknen und in Ringe schneiden und in
  • reichlich Olivenöl,
  • langsam anbraten, bis die Ringe weich werden.

Für die nicht-vegetarische Variante:

  • 1oo – 150 g  Speck würfeln und in der Pfanne auslassen,
  • oder 300 g dick geschnittenen Kochschinken würfeln und in die Pfanne geben,
  • dann die Porree-Ringe dazugeben und langsam weich werden lassen.

Während die Porre-Ringe langsam vor sich hin schmurgeln (ab und zu umrühren nicht vergessen!), den Teig zubereiten:

Für den Teig:

Backofen auf 180 ° C Umluft vorheizen!

Ich bin ein ungeduldiger Mensch und habe keine Lust lange darauf zu warten, dass ein Teig geht… ich liebe es, wenn ein Teig ohne große Gehzeit schnell gemacht ist, deswegen mache ich einen Quark-Öl-Teig!

In Österreich ist der glaube ich überhaupt nicht bekannt – meiner Meinung nach völlig zu unrecht – zumindest habe ich noch niemanden getroffen, der hier jemals davon gehört hätte… nein, auch nicht als Topfen-Öl-Teig!!!

Der Quark (Topfen)-Öl-Teig ist in wenigen Minuten fertig und kann und soll sofort belegt werden:

  • 250 g Quark oder Topfen (natürlich Vollfett oder am besten Sahnequark!!)
  • mit 4-5 EL Milch (Sahne, Buttermilch, o.ä. tut´s auch),
  • 1 Ei,
  • 8 EL Öl (bei einer deftigen Porree-Pizza nehme ich da gerne auch Olivenöl),
  • und 1 TL Steinsalz gut verrühren oder mixen.
  • 500 g Dinkel-Vollkornmehl mit 1, 5 Päckchen Backulver vermischen
  • und zur Quark-Mischung geben.

Alles zügig gut zu einem glatten + geschmeidigen Teig verkneten!

Je nach Molkegehalt des Quarks muss evtl. noch etwas Wasser dazugegeben werden, falls der Teig zu trocken ist und das Mehl nicht bindet.

Den Teig auf einem Backblech mit hohem Rand (!) ausrollen und die etwas abgekühlte Porree-Mischung darauf verteilen!

Für den Guss + die Kruste:

Dann…

  • 6 Eier,
  • mit 1 Becher Sahne und
  • 1/2 Becher Sauerrahm verquirlen.
  • Mit 1-2 TL Salz, ordentlich frisch gemahlenem, buntem Pfeffer, 1 gehäuften TL Paprika edelsüß, 1/2 -1 TL Chayenne-Pfeffer oder Chili (je nach gewünschter Schärfe), 5-6 gequetschten Knoblauchzehen würzen,
  • und die Mischung über die Porree-Pizza geben.

Alternativ kann man natürlich auch das Porree-Gemüse direkt in der Pfanne würzen und den Eier-Sahne-Guss pur über die Pizza geben.

Abschließend die Porree-Pizza mit 300-400 g geriebenem Käse bestreuen und bei 180 ° C Umluft + Ober-und Unterhitze ca. 30-40 Minuten backen.

Dazu gibt’s natürlich einen guten Wein!

Lasst es Euch schmecken!!!

Eure Kristin

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