Kürbiszeit!!!

Schon mal im September/ Oktober im Landeanflug Richtung Graz geflogen?

Wenn Du das das erste mal machst, siehst Du von oben zunächst undefinierbare, gelbe Linien auf den Feldern… wenn Du tief genug bist…aaaahhhhhhaaaa!

Kürbisfelder!

Warum in aller Welt braucht man sooooooo viele Kürbisse?

Die Steiermark ist mit unserem Nachbarn Slowenien wohl eines der größten Anbaugebiete für Kürbisse. Nicht weil wir hier so wild Halloween feiern würden, nein, nein… DIESE Kürbisse, die man von oben sieht, werden auch nicht gegessen. Ausser vielleicht von den Krähen, die die Felder nach der Ernte zu Tausenden anfliegen um die Erntereste zu beseitigen.

Hier wird der „Steirische Ölkürbis“ angebaut aus dem das sensationelle „Kernöl“ (kurz für Kürbiskernöl) hergestellt wird, das schwarze Gold der Steiermark.

Dieses Kernöl ist köstlich, nussig, sieht aus wie Altöl, nämlich fast schwarz und macht Flecken, gegen die jedes Waschmittel versagt! (Nur die pralle Sonne kommt gegen diese Flecken an.)

Was macht man nun damit?

Also mit Kürbiskernen und mit dem Kernöl ist man hier sehr erfinderisch:

Erwähnt werden an dieser Stelle nur die Highlights, aber lass´Dir gesagt sein, bei Kernöl kennt der Steirer keine Gnade.  Es kommt aufs Vanilleeis, es gibt auch Kernöleis- jawoll-, es wird Schnaps draus gemacht (keine Ahnung wie man Schnaps aus Öl macht…), es werden Schnitzel mit gehackten Kürbiskernen paniert und, und, und… alle Jahre wieder bricht um diese Jahreszeit eine Art Wettbewerb unter Köchen und Küchenfeen aus, wer wohl die verrücktesten Ideen hat…

Naja, ich steh´ auf die Klassiker:

  • Vogerlsalat mit warmen Erdäpfeln und knusprig gebratenem Speck… natürlich mit Unmengen von Kernöl (=Feldsalat mit warmen Kartoffeln…) …hmmmmm, köööstlich!!!
  • Käferbohnensalat (Käferbohnen sind noch so ´ne steirische Spezialität, die´s nur hier gibt- Käferbohnen sind sozusagen mit dem Kernöl verheiratet!) mit frischen Zweibeln und …. Kernöl…
  • Saures Rindfleisch mit Zwiebeln und… Kernöl…
  • Kürbiskernschnitzel….

Leider kommt bei dieser Kernöleuphorie der Kürbis selber fast überhaupt nicht vor! Kürbisrezepte sind meistens fad und nicht besonders „g´schmackig“!

Das Fruchtfleisch des Ölkürbis selber scheint nicht der Hit zu sein, denn nachdem man den Kürbissen die Kerne entrissen hat, wird die Frucht selber direkt am Feld gehäckselt und den Vögeln zum Verzehr frei gegeben.

Schade eigentlich denn…

Der Kürbis ist ein heimisches Superfood

…und soooo gesund und lecker:

  • Kürbis ist stark wasserhältig und enthält kaum Kohlenhydrate. Er ist daher ein kalorienarmes Gemüse und gut für Reduktionskost geeignet.
  • Er ist sehr bekömmlich und belastet die Verdauung kaum.
  • Kürbis enthält nennenswerte Mengen an Mineralstoffen wie Kalium und Eisen.
  • Durch seinen hohen Kaliumgehalt wirkt der Kürbis entwässernd und harntreibend.
  • Gleichzeitig ist das Gemüse arm an Natrium und somit für eine natriumarme Kost bei Bluthochdruck optimal.
  • Kürbiskerne stecken voller Magnesium.
  • Kürbisse mit orangegefärbtem Fruchtfleisch enthalten viele Carotinoide, eine Vorstufe von Vitamin A. Sie zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und wirken antioxidativ. Hokkaido-Kürbis enthält beispielsweise mehr Beta-Carotin als Karotten.

Zum Weiterlesen, Zentrum der Gesundheit:

Der Kürbis – Das Vitalstoffwunder

Der Kürbis – Nicht nur im Herbst gesund

Deswegen gibt´s jedes Jahr ein paar neue Kürbisrezepte aus meiner Küche...

Heute:

Saftig- deftige KÜRBISMUFFINS

Marke Eigenbau! – Zum Nachbau empfohlen!

Großartiges, gesundes, leckeres Fitness- Fastfood nicht nur für hungrige Nia- Teacher!

…und so wirds gemacht! – Rezept weiter unten!

Man nehme:

Ca. 500 g Kürbis (ich habe Hokkaido verwendet), 2 große Zwiebeln, 150 g Butter, Salz, Pfeffer, ggf Curry oder Kurkuma, 2 Eier, 250 g Vollkorn- Dinkelmehl, 2 gehäufte TL Backpulver (ich nehm´ gern das Weinsteinbackpulver, weil das nicht diesen komischen Beigeschmack hat), 200 g Sauerrahm (oder Creme Fraiche, oder Schmand)

12er Muffinblech (reicht nicht ganz aus… ich brauche immer noch 4-6 weitere Förmchen)

Kürbis schälen und julienne (in feine Streifen) raspeln, Zwiebeln schälen und fein würfen. Beides in einer großen Pfanne mit mind. 50 g Butter weich dünsten. Kräftig mit Pfeffer + Salz und – wer möchte etwas Curry- würzen und abkühlen lassen.

Muffinformen vorbereiten (entweder fetten und panieren) oder mit Papiermuffinförmchen… Backofen auf 180 °C vorheizen.

Mehl, 1,5 TL Salz + Backpulver mischen.

Übrige Butter schmelzen, mit Eiern und Sauerrahm verrühren.

Dann erst die Mehlmischung, dann die Kürbismischung zügig unterrührenund in die Muffinförmchen füllen. Sofort in den heißen (!) Ofen und 35- 45 Minuten auf mittlerer Schiene backen (Zeit variiert stark je nach Ofen).

Aus den Formen lösen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen oder am besten gleich lauwarm geniessen!

(TIPP: schmeckt auch fantastisch mit Süßkartoffeln statt Kürbis!)

Comments 2

  1. Dagmar
    26. September 2012

    Fantastisch, und das Rezept der Kürbissuppe??

    1. 26. September 2012

      Kürbissuppen ist schon weg gefuttert, Fotos sind bearbeitet und das Rezept fast fertig geschreiben und kommt in den nächsten Tagen…
      Schmatz!

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